"Auf meinen persönlichen Alterungsprozess freue ich mich" – Dr. Nils Adolph (DNA – Die Neuen Alten)

07.01.2020 | imachs | Fähigkeiten erlangen | soziales persönlichkeitsentwicklung

Dr. Christopher Nils Adolph: Vorkoster, Soziologe, Sozialphilosoph, Netzwerker, Pfleger, Alltagsassistent, Berater, Manager, Begleiter, Entwickler, Straßenkehrer… am liebsten mit lebenserfahrenen Menschen in Freiburg und viel bürgerschaftlichem Engagement.


Du bist jung. Warum beschäftigst du dich mit dem Thema Altsein und -werden?

Ältere Menschen haben gegenüber den Jungen einen unbestreitbaren Vorteil: Ihre Lebenszeit währt schon länger. Sie hatten mehr Zeit um Erfahrungen zu sammeln und zu reflektieren, aber auch Lösungen für drängende Probleme zu finden. Die Erzählungen Älterer regen mich dazu an potentielle Altersnotlagen für mich selbst zu bearbeiten: „Wer wird sich mit mir beschäftigen, wenn ich alt geworden bin, mir helfen und mich so unterstützen, wie es mir gefällt?“


Erzähl uns von eurem Projekt Gelingendes Älterwerden in Freiburg.

„DNA - Die Neuen Alten“ ist ein Teil der inklusiven Sozial- und Quartiersgenossenschaft sAGEs eG und hat vordringlich zwei Aufgaben: Zum einen sammeln wir relevante Informationen, werten sie aus und gegeben sie an jedermann weiter. Das geschieht hauptsächlich mit einem monatlichen Rundbrief, aber auch über die sozialen Medien und einen Online-Kalender. Diese finden sich auf dem Portal www.dieneuenalten.org. Zum anderen organisieren wir mit DNA regelmäßig die Vernetzung von Engagierten und regen notwendige Diskussionen an, beispielsweise zur digitalen Transformation, Wohnen im Alter oder Notfälle und Vorsorge. Über Anregungen freuen wir uns jederzeit, denn hier ist noch viel Luft nach oben.


Vor welchen Herausforderungen stehen ältere Menschen?

Ältere stehen vielfältigen Herausforderungen gegenüber, da alles im Leben Veränderung ist und es keine absolute Sicherheit gibt. Sowohl die Umwelt als auch die eigene Person mit Körper, Geist und Psyche erfordern - genau wie schon in der Jugend - entsprechende Entscheidungen. Zudem rückt der eigene Tod näher. Das macht die Entscheidungen älterer Menschen vielleicht noch radikaler...


Hast du Tipps, um besser mit dem Älterwerden umzugehen?

  1. Fürchte Dich nicht!
  2. Sprich regelmäßig mit Angehörigen, Nachbarn und Freunden über Deine Wahrnehmungen, Befürchtungen und Hoffnungen!
  3. Organisiere Dich in lokalen Nachbarnetzen – Stichwort: selbstbetreut altern!
  4. Schließe Dich regionalen Hilfsstrukturen an, die von allen Beteiligten gestaltbar sind!

Hast du persönlich Angst vor dem Altern?

Manchmal ängstigen mich die möglichen Begleitumstände meines eigenen Alterns: Krieg, Atomkraft, Umweltprobleme, autoritätsgläubige und verschlossene Menschen… Auf meinen persönlichen Alterungsprozess hingegen freue ich mich. Ich bin sehr gespannt, was er an Herausforderungen für mich und mein soziales Umfeld bereithält und wie ich mit diesen umgehen werde.



Schnell und einfach passende Helferinnen und Helfer in deiner Nähe finden, und zwar für alle kleinen und großen Aufgaben des Alltags - darauf ist unser soziales Netzwerk imachs ausgelegt. Du kannst hier Aufgaben senden und empfangen. Die Besonderheit: Diese Aufgaben erreichen nicht alle, sondern nur die passenden Menschen um dich herum. Probiere es aus, imachs ist kostenlos!




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