そうじする – 5 japanische Aufräumtipps für den Frühjahrsputz

01.01.2020 | Dominic Lammert | Haus & Garten / DIY | haus persönlichkeitsentwicklung

Neujahr, die Gelegenheit für einen Neustart. Doch die Tradition, in den eigenen vier Wänden für Ordnung zu sorgen, verleitet die wenigsten von uns zu einem Luftsprung. Was falsch ist, trägt das Aufräumen doch in hohem Maße zum Seelenfrieden bei. Davon ist die japanische Aufräumkönigin und Bestsellerautorin Marie Kondo überzeugt.



Aufräumtipp #1: こんまり

Die KonMari-Methode!

Laut Marie Kondo geht es beim Aufräumen nicht bloß um das Verrücken von Äußerlichkeiten, sondern auch (und vor allem!) um die Ordnung im Inneren. Aufräumen trage zum Seelenfrieden bei. Dass Marie Kondo weiß, worüber sie spricht, zeigt sich in ihrem 2011 erschienenen Ratgeber "Magie des Aufräumens", mit dem sie Weltruhm erlangte. Auf dem Streamingdienst Netflix wurde ihr sogar eine eigene Serie gewidmet.



Die fünf Grundprinzipien des KonMari lauten wie folgt:

  • Alles auf einmal, in kurzer Zeit und perfekt aufräumen.
  • Alle Dinge zum Aufräumen werden auf einem Haufen gesammelt.
  • Entscheiden, was weggeworfen wird aufgrund der Frage: Macht es mich glücklich, wenn ich diesen Gegenstand in die Hand nehme?
  • Jeder Gegenstand, den man behält, bekommt seinen Platz zugewiesen.
  • Alle Dinge müssen dort richtig verstaut werden.


Aufräumtipp #2: 動機

Besiege den inneren Schweinehund mit System!

Gehe Raum für Raum durch und versuche dabei realistisch einzuschätzen, wie viel Zeit wohl für die gesamte Aufräumarbeit notwendig wird. Im Anschluss kannst du dir die Frage stellen, wie viel Zeit du am Tag für das Aufräumen aufzubringen bereit bist. Eine Stunde? Ok! Zwei Stunden? Gut! Doch lieber nur 15 Minuten? Legitim! Hauptsache ist: Du machst es.

Beim Aufräumen könnte sich ein Wecker als überaus nützlich erweisen. Stelle die Zeit ein, die du dir als Pensum für das Aufräumen gesetzt hast. Aufgeräumt wird natürlich bis zum Klingeln. Du profitierst von zwei psychologischen Effekten. Erstens, das Ticken übt einen gewissen Druck auf dich aus, der dich dazu anspornt, möglichst viel zu schaffen. Zweitens, die unliebsame Arbeit wird ertragbarer, weil du das Ende vor Augen hast.

Du kannst dir auch eine Belohnung überlegen. Mache dir selbst eine Freude, um deine Motivation zu steigern. Wie wäre es mit einem Hörbuch während der Aufräumarbeit? Und einer Pizza danach?



Aufräumtipp #3: ときめきがあるかないか

Macht mich der Gegenstand glücklich?

Sich von unnötigem Plunder zu trennen, das ist leichter gesagt als getan. Prompt ertönt die innere Stimme:

  1. "Das olle T-Shirt ziehe ich bestimmt nochmal an - und wenn es nur zum Streichen oder für die Gartenarbeit ist."
  2. "Das Brettspiel war teuer - das kann ich doch nicht einfach wegschmeißen."
  3. "Der Kassettenrekorder ist kaputt, ja, aber damit habe ich doch als Kind schon gespielt - der muss auch hier bleiben!"

Fallen im Kopf diese Sätze, halte kurze inne. Frage dich, wie lange es wirklich her ist, dass du diesen Gegenstand das letzte Mal genutzt hast. Vielleicht tätest du gut daran, die Argumente deiner inneren Stimme zu hinterfragen:

  1. "In Ordnung, aber ein löchriges Arbeitsshirt ist völlig ausreichend."
  2. "Das mag wohl stimmen, aber bestimmt hat jemand anderes mehr Freude an diesem Brettspiel."
  3. "Und wie viele Jahre oder Jahrzehnte soll der Kassettenrekorder dann noch hier rumstehen?"

Wenn du glaubst, dass du einen Gegenstand nicht ersetzen würdest, wenn du ihn verlierst oder man ihn dir stiehlt, dann tust du gut daran, dich von ihm zu trennen. Marie Kondo erkennt ausschließlich ein Kriterium dafür, ob du einen Gegenstand behalten solltest oder nicht. Nämlich die Antwort auf diese Frage: ときめきがあるかないか ("Macht mich der Gegenstand glücklich?"). Wenn du diese Frage nicht mit einem klaren Ja beantworten kannst, wird es wohl Zeit für das stressreduzierende Prinzip des 断捨離 ("Danshari"), des Loslassens.



Aufräumtipp #4: 禅スタイル

Praktiziere Zen!

Ein Zen-Schüler fragt seinen Meister: „Was unterscheidet den Zen-Meister von einem Zen-Schüler?“ Der Zen-Meister antwortet: „ Wenn ich gehe, dann gehe ich . Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“

Und wenn du in deinem privaten und/oder beruflichen Alltag noch so stark eingebunden bist, solltest du das nicht als Ausrede dafür nehmen, keine feste Aufräumzeit in deinem Terminkalender stehen zu haben. Idealerweise mindestens einmal in der Woche. Denn je öfter du aufräumst, desto weniger anstrengend ist es.

Bei Zen gehst es um Bewusstheit. "Wenn ich aufräume, dann räume ich auf", würde der Meister an dieser Stelle wohl sagen. Nebenbei macht man es nicht - oder zumindest nicht richtig.



Aufräumtipp #5: Finde Unterstützung bei imachs!

Na gut, dieser Aufräumtipp ist vielleicht nicht ganz japanisch...

Unsere App imachs verbindet Menschen anhand ihrer Fähigkeiten zum gegenseitigen Helfen. Sollte dir das Aufräumen schwerfallen, schreibe das in die Community. Daraufhin werden automatisch alle User in deiner Nähe benachrichtigt, deren Stärke das Aufräumen ist. Klicke hier, um die App (kostenlos) runterzuladen:






"Ordnung ist das halbe Leben, aber die andere Hälfte ist interessanter."

Dieser Aphorismus aus der Feder des Chemikers Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger verdeutlicht, dass man es mit dem Aufräumen nicht allzu ernst nehmen sollte. Kann ein klein wenig Unordnung nicht sogar zur Gemütlichkeit beitragen?




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