Hilfreiche Techniken für Klavieranfänger und Fortgeschrittene

09.01.2020 | Jia Yun Lin | Fähigkeiten erlangen | musik

Klavierspielen wird immer beliebter. Die Zahl der Musikschüler nimmt von Jahr zu Jahr zu und das Klavier nimmt den ersten Platz unter den beliebtesten Musikinstrumenten in Deutschland ein. In diesem Artikel möchte ich Klavierschülern Methoden an die Hand geben, unter deren Anwendung beachtliche Fortschritte erzielt werden können.



Die magische Technik: Langsam, langsam, langsam

Für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und sogar professionelle Pianisten ist langsames Üben eine geradezu magische Technik. Langsamkeit ist wie eine Zeitlupe in einem Video oder ein Mikroskop in einem Labor: Sie ermöglicht dir, Details zu bemerken. Beim Klavierspiel hat Langsamkeit den gleichen Effekt.

Während des langsamen Übens sollte der Klavierspieler ernsthafte und positive Gedanken haben. Die Fingerbewegung, das Tastgefühl und die Tonsteuerung müssen gemäß den Anforderungen der Note geübt und verstanden werden. Für den Teil, bei dem die Finger schnell über die Tasten "rennen", muss der Spieler zuvor viele langsame Übungen ausgeführt haben, damit das Muskelgedächtnis in den Fingern gestärkt wird. Der Spieler sollte entsprechend seiner individuellen Entwicklung schrittweise beschleunigen und schließlich die erforderliche Geschwindigkeit erreichen.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Spieler auch nach dem Erlernen eines Klavierstücks langsam weiterüben muss. Zu diesem Zeitpunkt wird der Langsamkeit eine neue Rolle zuteil: Sie ermöglicht dem Spieler, sein Klavierspiel zu überprüfen und so die Bereiche ausfindig zu machen, die er vernachlässigt hat und die durch langsames Training verbessert werden können. Um die perfekte Darbietung zu erzielen, spielen viele Pianisten das Repertoire vor und nach dem Konzert langsam.



Der Klassiker bei Anfängern: Muskelverspannungen vermeiden

Das Klavierspiel erfordert die totale Zusammenarbeit des Körpers. Wenn Klavieranfänger spielen, verwenden sie oft die Kraft der Arme und Handgelenke. Diese falsche Spielmethode führt nicht nur zu Schmerzen an den entsprechenden Stellen, sondern auch dazu, dass der Spieler aufgrund von Muskelkater nicht in der Lage ist, schwierige Klavierstücke zu meistern.

Der richtige Weg besteht darin, die Arme und Handgelenke entspannt zu halten, die natürliche Schwerkraft durch die Arme und Handgelenke auf die Fingerspitzen zu übertragen. Der Spieler steuert den Ton, indem er den direkten Kontakt zwischen die Fingerspitzen und den Tasten spürt. Um diesen Zustand besser zu finden, kannst du dir eine Schlange auf der Jagd vorstellen: Der Körper der Schlange ist der Arm, der entspannt bleibt. Und der Kopf der Schlange wird vom Finger gebildet, der voller Energie und Vitalität ist.

Hier gebe ich dir zwei praktische und effektive Klavierübungen, die zur Entspannung deiner Muskeln beitragen:

  1. Fühle die natürliche Schwerkraft: Heben deinen Arm über den Kopf. Lasse alle deine Muskelkraft blitzartig los und deine Arme natürlich fallen. Dann spüre den Zustand der vollständigen Entspannung.
  2. Übertrage deine Kraft auf die Fingerspitzen: Lege deine Fingerkuppen auf die Tasten und entspanne den ganzen Arm. Schiebe deinen Arm mit der anderen Hand in verschiedene Richtungen, während die Finger weiter auf den Tasten ruhen, auch wenn du den Arm schüttelst. Du kannst dir das wie eine Schaukel vorstellen: Dein Arm ist das schwingende Seil und dein Finger der solide Stützpunkt.


Die Kraft der Fantasie: Hauche Leben in das Klavier ein

Was Klavierspieler oft übersehen, ist, dass jedes Klavier tatsächlich ein eigenes Temperament besitzt. Wenn du ein Klavier grob behandelst, versperrt es den Schatz seiner Stimme und bringt nur einen trockenen Klang hervor. Wenn man das Klavier aber als Freund betrachtet, es streichelt und versteht, wird es zu einem der sensibelsten Instrumente.

Der größte Charme der Musik besteht darin, dass sie nicht übersetzt werden muss, um die Fantasie des Publikums anzuregen. Anfänger können durch ihre Vorstellungskraft eine emotionale Verbindung zum Klavier aufbauen.

Wenn du beispielsweise Schwierigkeiten damit hast, Staccato zu spielen, kannst du dir vorstellen, dass das Klavier plötzlich sehr heiß wird. Wenn du es berührst, möchtest du deine Hände sofort zurückziehen. Wenn du nicht weißt, wie man Arpeggio spielt, das eine große Spannweite hat, kannst du dir deine Finger und Arme als wachsende Zweige vorstellen. Dann kannst du besser verstehen, wie deine Finger durch das Strecken und Bewegen der Arme unterstützt werden können, um dich schneller auf der Klaviatur zu bewegen.



Die obigen Methoden können natürlich nicht alle Probleme des Klavierspiels lösen. Aber ich bin mir sicher, dass du durch sie beachtliche Fortschritte bemerken wirst. Ich hoffe, dass das Klavier eines Tages dein guter Freund werden wird. Und ich glaube, dass du schon nach einiger Zeit auch eigene Klaviertechniken entwickelst, die dich weiterbringen.



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